Fused Deposition Modeling (FDM)


Im folgenden finden Sie eine kurze Verfahrensbeschreibung.
Weiter unten haben wir Tipps & Trick für die Konstruktion Ihrer Teile aufgelistet.

Beschreibung


Fused Deposition Modeling (FDM) ist ein Rapid Prototyping Verfahren, bei dem ein schmelzfähiger Kunststoff schichtweise zu einem fertigen 3D-Objekt aufgetragen wird. Eine breite Palette von Kunststoffen kann im FDM-Verfahren verarbeitet werden.

Bei dem FDM-Verfahren wird Kunststoff erhitzt, bis er fast flüssig ist, in diesem Zustand wird er durch eine feine Düse extrudiert. Auf diese Weise entsteht Schicht für Schicht das Bauteil. Wenn ein Bauteil Hinterschneidungen aufweist, wird an dieser Stelle ein Raster gedruckt um den überhängenden Bereich des Bauteils zu stützen, dieses Raster wird nach dem Druck entfernt und die Bauteile nachbearbeitet.

Das FDM-Verfahren ist nach Allgemeintoleranzen DIN ISO 2768-1 in die Kategorie "sehr grob" einzuordnen.


Anwendungsgebiete
- Mechanisch belastbare Bauteile
- Prototypen
- Werkzeuge
- Medizintechnik
- Automobilindustrie
- Luft & Raumfahrt

Konstruktionsrichtlinien


Design Spezifikationen


Minimale Wanddicke: 1 mm
Minimale Details: 0,8 mm
Maximale Bauraumgröße: 200 x 200 x 200 mm
Toleranzen: 0,5 mm
Geschlossene oder ineinandergreifende Teile: Ja

Haben Sie noch Fragen? Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Regeln, Tipps und Tricks


  • Da das Material durch eine Düse Extrudiert wird, sollten zu dünne Wandstärken vermieden werden, beachten Sie hierfür die oben genannten Spezifikationen.

  • Es gilt, starke Überhänge zu vermeiden, ein Winkel von bis zu 30° zur Vertikalen stellt kein Problem dar.

  • Zu vermeiden sind ebenfalls Bohrungen unter 3 mm Durchmesser, alle darunterliegenden Bohrungen müssen manuell hergestellt werden.

  • Bewegliche Teile sollten mindestens einen Spalt von 0,3 - 0,5 mm zueinander Aufweisen.

  • Um einen Verzug der Bauteile zu vermeiden sollten die Ecken leicht abgerundet sein.

  • Gewinde ab M10 können gedruckt werden, kleinere Gewinde müssen geschnitten werden.
    Hierfür sollte im Modell das Kernloch vorhanden sein.