Ein Überblick über den Vakuumguss


Im folgenden finden Sie eine kurze Verfahrensbeschreibung.
Weiter unten finden Sie Tipps & Trick für die Konstruktion Ihrer Teile.

Beschreibung


Der Vakuumguss ist eines der häufigsten Verfahren zur wirtschaftlichen Vervielfältigung von Bauteilen. Hauptsächlich werden beim Vakuumguss Kunststoffe verarbeitet.
 
Zu Beginn wird ein Urmodell benötigt, dies kann ein vorhandenes Bauteil sein, bzw. durch Fräsen oder 3D Druck hergestellt werden.
Im nächsten Schritt wird mit dem Urmodell eine Silikonform durch Abgießen hergestellt, das Urmodell wird dabei nicht beschädigt.
Nach dem Aushärten des Silikons kann das Urmodell entnommen werden, die Form ist nun für den Guss bereit.

Das Gussmaterial wird nach dem Anmischen in die Form gegossen. Das Abgießen in der Vakuumkammer verhindert Lufteinschlüsse und sorgt dafür, dass die Form vom Gießmaterial komplett ausfüllt wird.

Der Vakuumguss ist nach Allgemeintoleranzen DIN ISO 2768-1 in die Kategorie "mittel" einzuordnen.


Die Vorteile des Verfahrens:
- Sehr hohe Vervielfältigungsgenauigkeit
- Einguss von Normteilen wie z.B. Gewindebuchsen, Gewindebolzen usw.
- Wirtschaftliche Vervielfältigung von Bauteilen auch bei kleinen Stückzahlen
- Hinterschnitte sind herstellbar


 

Konstruktionsrichtlinien


Design Spezifikationen


Minimale Wanddicke: 0,5 mm
Minimale Details: 0,5 mm
Toleranzen: 0,1 mm

Haben Sie noch Fragen? Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Regeln, Tipps und Tricks


Gießbarkeit

Die Bauteile sollten von ihrer Geometrie so gestaltet sein, dass das Gießharz an jede Stelle des Bauteils gelangen kann.
Nur so ist ein fehlerfreier Abguss möglich.

Entformbarkeit

Die Geometrie des Bauteils muss es ermöglichen, das Bauteil aus der Form zu entnehmen.
Da in eine Silikonform gegossen wird, ist eine gewisse Flexibilität vorhanden und somit auch Hinterschnitte möglich.